ZEISS Research Award

ZEISS f?rdert die Wissenschaft in vielf?ltiger Weise. Für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Optik hat das Unternehmen im Jahr 1990 den Carl-Zeiss-Forschungspreis ins Leben gerufen.

Der ZEISS Research Award ist der Nachfolger dieses Forschungspreises und wurde 2016 erstmals vergeben. Damit wird der Grundgedanke des Carl-Zeiss-Forschungspreises fortgesetzt, welcher bis dahin vom Ernst-Abbe-Fonds im Stifterverband der deutschen Wissenschaft verliehen wurde.

Der ZEISS Research Award wird von ZEISS vergeben und vollst?ndig gesponsert. Mit dem Preis werden herausragende Leistungen auf dem Gebiet internationaler Forschung ausgezeichnet. Viele der insgesamt 26 Preistr?ger haben danach weitere wichtige Auszeichnungen erhalten, vier davon sogar den Nobelpreis.

Der Preis ist mit 40.000 Euro dotiert.

2020

Prof. Jian-Wei Pan ist der Gewinner des renommierten ZEISS Research Awards 2020. Seine herausragenden Arbeiten haben die Jury überzeugt.

Der ZEISS Research Award wird in der Regel w?hrend des ZEISS Symposiums vergeben, das ebenfalls alle zwei Jahre stattfindet. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus hat ZEISS beschlossen, das für den 17. Juni 2020 in Oberkochen geplante Symposium auf n?chstes Jahr zu verschieben.
?

Jian-Wei Pan, Professor an der University of Science and Technology of China in Hefei, z?hlt zu den weltweit führenden Forschern im Bereich der Quantentechnologie. Zu den bemerkenswertesten Ergebnissen der Forschung von Jian-Wei Pan geh?rt die Verteilung verschr?nkter Photonen über eine Strecke von 1200 km, die bei weitem gr??te jemals erreichte Entfernung. Dafür nutzte er eine auf einem Satelliten installierte Lichtquelle, die verschr?nkte Photonen erzeugt. Darüber hinaus hat Jian-Wei Pan auch wesentlich zur Entwicklung des optischen Quantencomputers beigetragen.

Prof. Jian-Wei Pan
Prof. Jian-Wei Pan

2018

Prof. Dr. Tobias Kippenberg und Prof. Dr. Jean-Pierre Wolf sind die Gewinner des renommierten ZEISS Research Awards 2018. Ihre herausragenden Arbeiten haben die Jury überzeugt

Die Preise werden w?hrend des ZEISS Symposiums ?Optics in the Quantum World“ am 18. April 2018 im ZEISS Forum in Oberkochen vergeben.

Prof. Tobias J. Kippenberg
Prof. Tobias J. Kippenberg

Tobias Kippenberg, Professor am Laboratory of Photonics and Quantum Measurements der Eidgen?ssischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), ist ein Pionier auf dem Gebiet der Resonator-Optomechanik und mikroresonator-basierten optischen Frequenzk?mme. Seine Forschungen haben gezeigt, dass mit Hilfe von Mikroresonatoren – diese k?nnen Licht auf kleinstem Raum speichern und kontrolliert leiten –, die Lichtstrahlung mittels des schwachen Lichtdruckes an kleinste mechanische Bewegungen gekoppelt werden kann und sich diese damit gezielt in das Quantenregime kühlen lassen. Damit lassen sich beispielsweise hochpr?zise Sensoren entwickeln, die mechanische Bewegungen um viele Gr??enordnungen genauer messen k?nnen als dies mit heute verfügbaren kommerziellen Sensoren m?glich ist. Sie sind empfindlich genug, um sogar die quantenmechanischen ?Nullpunkt“-Fluktuationen eines mechanischen Objektes zu messen.

Prof. Jean-Pierre Wolf
Prof. Jean-Pierre Wolf

Jean-Pierre Wolf, Professor am Institut für Biophotonics der Universit?t Genf, wird für seinen bahnbrechenden Einsatz ultrakurzer ultra-intensiver Laserimpulse bei der Erforschung der Erdatmosph?re ausgezeichnet. Seine Forschungen erm?glichen Erkenntnisse über Schadstoffe in der Erdatmosph?re sowie potenziell die Kontrolle von Blitzen und die Kondensation von Wasser in Wolken. Damit sei es denkbar, Wetterextreme zu vermeiden. Seine Forschungsaktivit?ten konzentrieren sich auf die Anwendungen der Ultrakurzzeitspektroskopie für biologische, medizinische und Umweltforschung.

ZEISS Research Award 2018: Prof. Dr. Jean Pierre Wolf (Institut für Biophotonics der Universit?t Genf) und Prof. Dr. Tobias Kippenberg (Laboratory of Photonics and Quantum Measurements der Eidgen?ssischen Technischen Hochschule Lausanne - EPFL; 2. u. 3. v. li). Prof. Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender von ZEISS (li), und Laudator Dr. Jürgen Mlynek, Professor an der Humboldt-Universit?t zu Berlin und früherer Pr?sident der Helmholtz-Gemeinschaft ehrten die Preistr?ger.

2016

Fedor Jelezko und J?rg Wrachtrup

Der ZEISS Research Award und der Carl Zeiss Award for Young Researchers wurden am 23. Juni 2016 auf dem ZEISS Symposium Optics in the Digital World verliehen.

J?rg Wrachtrup © David Ausserhofer
J?rg Wrachtrup
Fedor Jelezko © Elvira Eberhardt
Fedor Jelezko

Die Preistr?ger des ZEISS Research Award 2016 sind Fedor Jelezko und J?rg Wrachtrup. Sie erhalten die Auszeichnung für ihre herausragenden Arbeiten zur Quantentechnologie basierend auf der Wechselwirkung von Licht mit Elektronenspins in Diamant.

Im Mittelpunkt der Forschung von Wrachtrup und Jelezko stehen Diamanten. Die Forscher bauen dafür gezielt Fremdatome in das Diamantgitter ein. Der Diamant schirmt diese besonders gut von st?renden Umgebungseinflüssen ab. Dadurch sind ihre Quantenzust?nde, für deren Beobachtung normalerweise besonders aufwendige Apparaturen notwendig sind, selbst unter Umgebungsbedingungen beobachtbar. Diese lassen sich dann nutzen, um Informationen besonders schnell bearbeiten oder abh?rsicher übertragen zu k?nnen (?Quantenkryptographie“).

Jüngst haben die Forscher entdeckt, dass sich mit diesen Diamanten noch ganz andere Sachen machen lassen. Den Wissenschaftlern ist der Nachweis gelungen, dass sich mit Diamanten Sensoren bauen lassen, die wegweisende Anwendungen, zum Beispiel in der Medizintechnik für die Tumordiagnostik oder als Navigationshilfe für selbstfahrende Autos, versprechen.

Der Carl-Zeiss-Forschungspreis (bis 2013)

Herausragende Leistungen internationaler Optikforschung wurden bis 2013 alle zwei Jahre mit dem Carl-Zeiss-Forschungspreis ausgezeichnet. Diesen Preis und den dazu alternierend verliehenen Otto-Schott-Forschungspreis für besondere Leistungen in der Glasforschung rief die Carl-Zeiss-Stiftung 1987 ins Leben. Den Carl-Zeiss-Forschungspreis verlieh der Ernst-Abbe-Fonds im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Als Nachfolger dieses Forschungspreises wird seit 2016 der ZEISS Research Award von ZEISS vergeben.

2013

Professor Anne L’Huillier

Professor Anne L’Huillier © Magnus Bergstroem
Professor Anne L’Huillier

Professorin Anne L’Huillier von der Universit?t Lund in Schweden wird für ihre bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Erzeugung hoher Vielfacher von Lichtfrequenzen ausgezeichnet. Diese haben den Grundstein für die Erzeugung von Attosekundenimpulsen gelegt und die Attosekundenphysik entscheidend voran gebracht.

?Professor L’Huillier hat die Attosekundentechnologie nicht nur theoretisch beschrieben, sondern auch experimentell verifiziert“, begründet die Jury ihre Entscheidung. Ihre Arbeit erm?glicht die konsequente Fortsetzung der Entwicklung und Anwendung dieser Technologie.

Mit Attosekundenimpulsen lassen sich beispielsweise Elektronenbewegungen in Atomen oder Molekülen in Echtzeit beobachten. Dies tr?gt dazu bei, grunds?tzliche physikalische Ph?nomene oder chemische Reaktionen auf atomarer Ebene verstehen zu k?nnen. So kann man mit Hilfe von Attosekundenimpulsen eine Art Videokamera bauen, die Filme quasi aus dem Inneren von Atomen und Molekülen in Mega-Zeitlupe aufzeichnet.

1 Attosekunde (as) = 0,000 000 000 000 000 001 Sekunden = 10-18 Sekunden ist eine sehr kurze Zeitspanne: Selbst das Licht, das sich mit einer unvorstellbar hohen Geschwindigkeit von 300.000 Kilometer pro Sekunde ausbreitet, kommt in einer Attosekunde weniger als ein millionstel Millimeter weit – weniger als vom einen Ende eines Moleküls zum anderen.

?

2011

James G. Fujimoto

Ein herausragender Beitrag zur Entwicklung und Anwendung von OCT
James G. Fujimoto
James G. Fujimoto

James G. Fujimoto vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge (USA) wurde stellvertretend für sein Team und externe Forschungspartner für die Entwicklung der Optischen Koh?renz-Tomografie (OCT) ausgezeichnet.

Erstmalig ver?ffentlichte das Team 1991 diese Technologie im Science-Magazin. Sie gilt als die optische Entsprechung der akustischen Ultraschalltechnologie.

Beide Verfahren dienen der Erstellung dreidimensionaler Bilder von lebendem Gewebe in Echtzeit und mit hoher Aufl?sung. W?hrend beim Ultraschall dazu T?ne mit sehr hoher Frequenz verwendet werden, sind es bei OCT Lichtstrahlen mit geringer Koh?renzl?nge, die bei überlagerung ein charakteristisches Interferenzmuster erzeugen.

Mittlerweile geh?rt die OCT zu den Routineuntersuchungen in der Ophthalmologie, insbesondere bei der Diagnose von Augenerkrankungen wie Grüner Star, diabetische Retinopathie und altersbedingte Makuladegeneration. Im Bereich der Diagnose durch Bildgebung in Blutgef??en am Herzen steht OCT an der Schwelle zum breiteren klinischen Einsatz, an weiteren medizinischen Anwendungen wie der in-vivo Biopsie, Histologie und der funktionalen Gehirnabbildung wird intensiv weltweit geforscht.

2009

Rainer Blatt & Ignazio Cirac

Bahnbrechende experimentelle und theoretische Arbeiten auf dem Gebiet der Quanteninformation

Rainer Blatt und Ignacio Cirac wurden für ihre bahnbrechenden experimentellen und theoretischen Arbeiten auf dem Gebiet der Quanteninformation sowie für die Konzepte und Ideen ausgezeichnet, die sie aus der Quantenoptik entwickelt haben. Mit diesen Arbeiten spielen sie eine führende Rolle in der Quanteninformatik als einem der heute aktivsten Forschungsbereiche. Beide Wissenschaftler haben nicht nur den Weg für die künftige Quantentechnologie geebnet, sondern diesen Weg auch konsequent beschritten.

Rainer Blatt

Rainer Blatt und seine Gruppe waren mit die Ersten, die Experimente zur Quanteninformationsverarbeitung mit Ionenfallen einleiteten – Ideen, die von I. Cirac und P. Zoller initiiert wurden. Die herausragenden experimentellen Ergebnisse machten Innsbruck zu einem der weltweiten Zentren für Quanteninformationsverarbeitung.

Ignazio Cirac

Ignazio Cirac hat grundlegende theoretische Beitr?ge dazu geleistet, wie Aufgaben der Quanteninformatik in quantenoptischen Systemen umgesetzt werden k?nnen. Seine herausragenden Arbeiten haben den Weg für die Entwicklung der Quanteninformationsforschung geebnet.

2007

Jun Ye

Jun Ye ist am National Institute of Standards and Technology an der Universit?t von Colorado, Boulder (USA), t?tig.
Jun Ye

Jun Ye hat die bahnbrechenden Grundlagen von Theodor W. H?nsch und John L. Hall zur Messung von Frequenzen erfolgreich fortgeführt und für neue Anwendungen erschlossen. Neben der Entwicklung von optischen Uhren geh?ren dazu neuartige spektroskopische Verfahren und ultraschnelle Pr?zisionslaser.

2006

Kurt Busch & Martin Wegener

Kurt Buschs Beitr?ge zur Theorie der Lichtausbreitung in strukturierten Materialien und Martin Wegeners experimentelle Ans?tze haben die M?glichkeiten für die Herstellung dreidimensionaler photonischer Kristalle deutlich weiterentwickelt. Mit solchen photonischen Kristallen k?nnen beispielsweise optische Prozessoren effizient verwirklicht werden.

Optische Metamaterialien besitzen au?ergew?hnliche Eigenschaften, wie beispielsweise einen negativen Brechungsindex. Daher k?nnen diese Materialien weitreichend eingesetzt werden. Mit ihrer Hilfe k?nnen ?perfekte“ Linsen hergestellt werden, bei denen Beugung nicht die Aufl?sung begrenzt. Zudem sind auch neue Lithografieverfahren für die Herstellung von Computerchips denkbar.

Kurt Busch

Kurt Busch studierte Physik in Karlsruhe, wo er auch promovierte. Im Jahr 2004/2005 lehrte er als Associate Professor an der University of Central Florida. Seit April 2005 ist er Professor am Institut für Theoretische Festk?rperphysik an der Uni Karlsruhe.

Martin Wegener

Martin Wegener studierte Physik in Frankfurt/Main, wo er auch promovierte. Nach einem Forschungsaufenthalt an den AT&T Laboratories in den USA (1988-1990) hatte er in Dortmund seine erste Professur inne. Seit 1995 arbeitete er an der Universit?t Karlsruhe am Institut für Angewandte Physik. Die Leitung der Arbeitsgruppe photonische Kristalle des Forschungszentrums Karlsruhe übernahm er 2001. Wegener wurde im Jahr 2000 mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.

2004

Mark Kasevich

Professor für Physik an der Stanford Universit?t in Kalifornien, USA
Mark Kasevich

Mark Kasevich, Professor für Physik an der Stanford Universit?t in Kalifornien, USA, wurde für seine Forschungsarbeiten zum Pr?zisions-Atominterferometer mit dem Carl-Zeiss-Forschungspreises 2004 ausgezeichnet.

Die Interferometrie ist eine vor allem aus der Optik bekannte Erscheinung: Lichtwellen k?nnen sich so überlagern, dass ihre Wellenberge und -t?ler sich gegenseitig ausl?schen oder verst?rken. Bei der Atom-Interferometrie wird der seit 1924 bekannte Effekt genutzt, das sich Atome wie Wellen verhalten k?nnen. Dies wird in Messger?ten seit vielen Jahren angewendet. Atomwellen erh?hen die Messgenauigkeit gegenüber Lichtwellen um das Tausendfache, da ihre Wellenl?nge wesentlich kürzer ist. Mark Kasevich besch?ftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit der Atom-Interferometrie.

1991 wurde das erste Atom-Interferometer von Forschern der Universit?t Konstanz, des Massachusetts Institute of Technology, der Physikalisch-Technische Bundesanstalt und Stanford Universit?t gebaut. Monate sp?ter entwickelten an der Yale Universit?t Steven Chu und Mark Kasevich ein neues Atom-Interferometer.

Steigerung der Pr?zision bis ins Extrem

Kasevich hat die Pr?zision durch die Verwendung von lasergekühlten, ultrakalten Atomen, nahe am absoluten Nullpunkt, bis ins Extrem gesteigert. Damit wurde ein Verfahren entwickelt, um Beschleunigungen mit h?chster Genauigkeit zu messen. Es bietet interessante Perspektiven für die technische Anwendung, etwa für die Navigation oder für die Vermessung von Gesteinsformationen bei der Erschlie?ung von Erz- und Erd?l- Vorkommen.

2002

Stefan Hell

Stefan Hell

Stefan Hell wurde für seine richtungsweisenden Leistungen in Grundlagenforschung und Anwendungen zur hochaufl?senden optischen Mikroskopie mit dem Carl-Zeiss-Forschungspreis geehrt.

Die Grundlagen und Anwendungen speziell der Laser-Scan- Mikroskopie ziehen sich wie ein roter Faden durch seine Arbeiten. Sein Bestreben ist es, Methoden und Wege zu finden, um das Aufl?sungsverm?gen und damit den Einsatzbereich des optischen Mikroskops in Life-Science-Fachgebieten auszuweiten.

Wichtige wissenschaftliche Ergebnisse und Verfahrensentwicklungen sind das STED- Konzept ("Stimulated-Emission- Depletion"- Mikroskopie), die 4π-Konfokal-Mikroskopie und die 3D-Aufl?sung im Bereich von 100 nm.
Stefan Hell erhielt 2014 den Nobelpreis für Chemie.

2000

Ursula Schmidt-Erfurth & Shuji Nakamura

Ursula Schmidt-Erfurth

Ursula Schmidt-Erfurth, Lübeck, wurde für die Entwicklung von Grundlagen der Photodynamischen Therapie am Auge ausgezeichnet. Mit dieser Methode kann die Verschlechterung des Sehens infolge feuchter, altersbedingter Makula-Degeneration aufgehalten werden. Das ist die Hauptursache für die Erblindung bei Menschen über 50 Jahren. Aufbauend auf der intensiven Besch?ftigung mit Netzhauterkrankungen und Patienten mit Makula-Degeneration sowie deren Lasertherapie entwickelte Schmidt-Erfurth von 1990 bis 1992 in den Wellman Laboratorien für Photomedizin, Harvard Medical School, Boston, das Konzept einer Anwendung des Phototherapeutischen Prinzips am Auge.

Shuji Nakamura

Shuji Nakamura, Santa Barbara, erhielt den Carl-Zeiss-Forschungspreis für die Entwicklung blauer Lumineszenz- und Laserdioden mit hoher Leuchtst?rke. Dadurch sind solche Anwendungen wie Vollfarben-Displays und Anzeigen, z. B. in Sportstadien, realisierbar. Mit der Verfügbarkeit der blauen LEDs k?nnen alle Prim?rfarben mit langlebigen, energieeffizienten Leuchtdioden dargestellt werden. Künftig k?nnten wei?e LEDs, mit roten, blauen und grünen LED-Strukturen in einer Einheit, konventionelle Lichtquellen wie Glühlampen abl?sen. Die kürzere Wellenl?nge des Lasers erm?glicht z.B. auch eine bis zu viermal h?here Aufl?sung bei CD-Spielern und CD-ROM-Laufwerken gegenüber herk?mmlichen Ger?ten, die Infrarot-Laser zum Lesen der Signale nutzen.

Shuji Nakamura erhielt 2014 den Nobelpreis für Physik.

1990 – 1999

1998

Ursula Keller

Ursula Keller, Zürich, wurde für ihre bahnbrechenden Arbeiten zur Erzeugung leistungsstarker ultrakurzer Laserpulse mit Hilfe von Festk?rperlasern ausgezeichnet. Die Verkürzung der Pulse auf Zeitintervalle von weniger als 10 Femtosekunden wurde m?glich durch neue Verfahren zur Kopplung der longitudinalen Lasereigenschwingungen. Keller entwickelte einen neuen, vielversprechenden Weg der Modenkopplung durch s?ttigbare Halbleiter und setzte diesen erfolgreich ein. Darüber hinaus ist es ihr gelungen, eine von anderen Autoren beobachtete spontane Kopplung als Kerr-Linsen-Modenkopplung zu deuten.

Ferenc Krausz

Ferenc Krausz, Wien, wurde für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Erzeugung von ultrakurzen Laserpulsen durch Verwendung dispersiver dielektrischer Spiegel ausgezeichnet. In einem Femtosekundenlaser gibt die Dispersion herk?mmlicher optischer Bauteile eine Grenze für die kürzeste erreichbare Pulsdauer vor. Herrn Krausz ist es gelungen, durch die Verwendung dispersiver dielektrischer Spiegel diese Schwelle zu unterschreiten. Ferner entwickelte er mit Hilfe seiner Laseranordnung eine kompakte R?ntgenquelle mit hoher Brillanz, die für vielversprechende Anwendungen in Biologie und Medizin geeignet ist.

1996

Eric A. Cornell

Eric A. Cornell, Boulder, hat die Bose-Einstein-Kondensation von Atomen, eine wichtigen Konsequenz der Quantentheorie, in einem umfassenden Experiment überprüft. Dabei hatte die Optik eine Schlüsselfunktion: Mit Hilfe von Laserlicht gelang die Abkühlung der Atome auf die erforderliche tiefe Temperatur von 100 Nano-Kelvin oberhalb des absoluten Nullpunkts. Mit diesem Experiment wird ein lange vorhergesagter Zustand der Materie nun der Untersuchung zug?nglich. Im Jahr 2001 erhielt er den Nobelpreis für Physik.

Dieter Pohl

Dieter Pohl, Zürich, hat nachgewiesen, dass sich ein Lichtmikroskop bauen l?sst, das auf den Einsatz von Linsen verzichtet und stattdessen das Licht durch eine feine Sonde an das Pr?parat heranführt. Auf diese Weise wird die mehr als 100 Jahre für unüberwindbar gehaltene Aufl?sungsgrenze des Mikroskops um wenigstens eine Gr??enordnung nach unten verschoben: Entsprechende Nahfeld-Mikroskope arbeiten heute mit typisch 100 nm Aufl?sung, 10 nm sind m?glich, und sogar 1 nm k?nnte erreichbar sein.

1994

Heinrich Br?uninger

Heinrich Br?uninger, Garching, begann 1973 mit den Vorarbeiten zu ROSAT, bei denen es um die Reduzierung der Mikrorauigkeit der R?ntgenspiegel ging. Auf dieser Grundlage konnten in einem mehrj?hrigen iterativen Programm, in dem Carl Zeiss sukzessive die Poliertechnologie verbesserte, Mikrorauigkeiten von 0,25 nm erreicht werden. Diese systematischen Untersuchungen der R?ntgenstreuung wurden durch theoretische Arbeiten erg?nzt.

Bernd Aschenbach

Bernd Aschenbach, Garching, entwickelte flexible Strahlverfolgungsprogramme für reale Spiegel, die durch thermisch-mechanische Einwirkungen deformiert sind und durch chemische Kontamination Reflexionsverluste erleiden. Damit wurde die r?ntgenoptische Qualit?t der ROSAT- Spiegel pr?zise vorhergesagt. Zudem entwickelte er ein Verfahren für den Zusammenbau der Parabol- und Hyperbolspiegel, mit dem die herstellungsbedingten Spiegelfehler maximal kompensiert werden konnten.

1992

Ahmed H. Zewail (1946-2016)

Ahmed H. Zewail (1946 – 2016), Pasadena, gelang es, durch die perfekte Vereinigung modernster Molekülstrahl-Technologie mit der Ultrakurzzeit- Laserspektroskopie den Ablauf chemischer Reaktionen an Einzelmolekülen mit h?chster r?umlicher und zeitlicher Aufl?sung direkt beobachtbar zu machen und so unmittelbar Zugang zur Dynamik chemischer Reaktionen zu gewinnen. Im Jahr 1999 erhielt er den Nobelpreis für Chemie.

Yoshihisa Yamamoto

Yoshihisa Yamamoto, Tokio, wurde für seine in Grundlagenforschung und Anwendung wegweisenden Arbeiten über Strahlungsprozesse in Mikroresonatoren und über die Erzeugung von nichtklassischer Strahlung ausgezeichnet, die von fundamentaler Bedeutung für die Kommunikation mit Laserlicht sind.

1990

Philippe Grangier

Philippe Grangier, Orsay, hat sich mit Beitr?gen zur quantenmechanischen Natur des Lichtes verdient gemacht. Seine Arbeiten über ?nichtklassische Lichtfelder“ lassen neue Anwendungen in der optischen Kommunikation und bei optischen Pr?zisionsmessungen erwarten.

James R. Taylor

James R. Taylor, London, wurde für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Laser ausgezeichnet, die zu bedeutenden Fortschritten bei der Erzeugung und Anwendung ultrakurzer Lichtimpulse führten.

Norbert Streibl

Norbert Streibl, Erlangen, trug wesentlich zur Weiterentwicklung der Theorie der 3D-Abbildung von Objekten bei und setzte sie in Algorithmen um, die sich beispielsweise in der Mikroskopie bew?hren.

Carl Zeiss Award for Young Researchers

Seit 2016 vergibt der Ernst-Abbe-Fonds im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft unabh?ngig vom ZEISS Research Award einen Forschungspreis mit dem Fokus auf wissenschaftlichen Nachwuchs: den Carl Zeiss Award for Young Researchers. Der Preis ist mit insgesamt 21.000 Euro dotiert und wird gleichberechtigt in drei Preise à 7.000 Euro geteilt.

Preistr?ger 2020

  • Dr. Christian Haffner, University of Maryland und National Institute of Standards and Technology, USA
  • Dr. Stefan Heist, Friedrich-Schiller-Universit?t Jena
  • Dr. Fabian Wolf, Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Braunschweig
    ?

Preistr?ger 2018

  • Dr. Irene Costantini, European Laboratory for Non-Linear Spectroscopy, Florenz
  • Dr. Kilian Heeg, Max-Planck-Institut für Kernphysik, Heidelberg
  • Dr. Fabian Stutzki, Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik, Jena


Preistr?ger 2016

  • Robert Brückner, Institut für Angewandte Photophysik (IAPP), TU Dresden
  • Georg Heinze, The Institute of Photonic Sciences ICFO, Barcelona
  • Robert Keil, Institut für Experimentalphysik, Universit?t Innsbruck
汤姆叔叔影院